Juedischer Friedhof Ohlau

Gedenken auf dem jüdischen Friedhof in Ohlau

Egon Primas legt Kranz nieder

Zeichen gegen Antisemitismus, Einsatz für die Zeugnisse deutscher und jüdischer Kultur in den ehemaligen deutschen Ostgebieten und verständigungspolitischer Dialog: dass diese drei Bereiche sich durchaus überlagern können, zeigt zum Beispiel der Thüringer Einsatz für den Erhalt des jüdischen Friedhofs in Ohlau (Oława). Viele Synagogen und andere Baudenkmäler, Friedhöfe und Kulturschätze – Zeugen jüdischen Lebens im historischen Deutschland – liegen heute etwa in Polen, in der Tschechischen Republik oder in Russland.

Zeichen des Gedenkens

Im Rahmen einer Delegationsreise konnte der Bundes- und Thüringer Landesvorsitzende der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Egon Primas (rechts im Bild), als ehemaliger stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag am 23. November 2022 auf dem Friedhof einen Kranz der CDU-Landtagsfraktion niederlegen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Prof. Dr. Mario Voigt, persönlich hatte Primas gebeten, dieses Zeichen des Gedenkens zu überbringen.

Geteilte Vergangenheit bewahren

Primas war dankbar, dass der Abgeordnete im niederschlesischen Regionalparlament (Sejmik), Jacek Pilawa, und die stellvertretende Bürgermeisterin von Ohlau aus Anlass der Kranzniederlegung auf den Friedhof gekommen waren. Gemeinsam betonten sie, wie wichtig es sei, die geteilte Vergangenheit zu bewahren und sich – gerade im Hinblick auf das Schicksal der Juden in Deutschland – antisemitistischen Tendenzen immer wieder entgegenzustellen. „Wer die Geschichte der Juden in Deutschland verstehen will, darf an Grenzen nicht stehenbleiben“, erklärte Egon Primas.

Erhalt des Friedhofes

Konstruktiv tauschten sich die Anwesenden nach der Kranzniederlegung über Perspektiven zum Erhalt des Friedhofes aus, wofür sich gerade die Landsmannschaft Schlesien in Thüringen unter ihrem Landesvorsitzenden Horst Jüngling seit vielen Jahren engagiert.